Wußten Sie, dass das Urheberrecht auch im Internet gilt? Bevor Sie Inhalte veröffentlichen, an denen Sie selbst nicht die Urheberrechte besitzen, müssen Sie zunächst das Einverständnis des Urhebers einholen, um hohe Strafen zu vermeiden.

So kann beispielsweise ein privat gefilmter Konzertmitschnitt einer Band nicht ohne Weiteres im Internet veröffentlicht werden. Zwar werden nicht sämtliche Beiträge von den Betreibern großer Portale wie Youtube oder Vimeo auf deren Inhalte und das Urheberrecht überprüft, das hohe Volumen macht dies unmöglich.

Betroffene können jedoch rechtlichen Schutz bei den Website-Betreibern suchen und gegebenenfalls vor Gericht ziehen. Die Folgen für die Missachtung des Urheberrechts können teuer werden:

  • Portale wie YouTube, Google, facebook & co. werden Verstöße nicht finanziell ahnden, können aber Einträge aus ihren Datenbanken entfernen, die in ihren Augen widerrechtlich erstellt wurden. Das kostet zwar kein Geld, hat aber sehr negative Auswirkungen auf Ihren Ruf.
  • Die Inhaber des Urheberrechts können jederzeit auf Schadensersatz klagen und bei Erfolg ihrer Klage Zahlungen gerichtlich durchsetzen. Den Gerichtsvollzieher vor der Haustüre zu haben ist ganz sicher nicht das Anliegen bei privat gefilmten und veröffentlichten Konzertmitschnitten.
  • Bei einer Klage kommen noch Anwaltskosten dazu, und der Rechteinhaber kann in manchen Fällen sogar auf entgangenen Gewinn klagen.

Maßnahmen von Google

Internetunternehmen wie Google vereinfachen den Prozess und haben eigene Abteilungen eingerichtet, die Verstöße gegen das Urheberrecht überprüfen. Sind diese zutreffend, so werden die betroffenen Seiten aus dem Suchindex von Google entfernt und sind somit nicht mehr über die Suchmaschine auffindbar!

Seiten wegen Urheberrechtsverstoss von Google gelöscht

Im Laufe der letzten Jahre stieg die Zahl der an Google gemeldeten Verstöße gegen das Urheberrecht stark an: Im Juli 2013 gab es etwa 3,4 Millionen an Google gemeldete Löschungsersuchen. Die Anzahl der Meldungen stieg alleine im Juli 2016 allerdings auf über 20 Millionen an!
Dabei blieb der Anteil der tatsächlichen Verstöße gegen das Urheberrecht relativ konstant. So hat Google nach Überprüfung bei knapp 90 % der gemeldeten Webseiten keinen Verstoß feststellen können und die Seiten in seinem Index behalten. Doch die Zahl der Verstöße spricht für sich: Durch Urheberrechtsverletzungen wurden bereits mehr als 1,8 Milliarden Seiten aus dem Google-Suchindex entfernt!

Bitte beachten Sie: Eine Meldung bei Google ersetzt hier nicht die ordentlichen Gerichte. Durch dieses Verfahren ermöglicht Google jedoch, auf schnellem Wege außergerichtliche Lösungen zu finden. So können Urheber recht schnell dafür sorgen, dass unrechtmäßige Kopien ihrer Werke nicht gefunden werden.

Es ist also relativ einfach, andere Website-Betreiber von Google „bestrafen“ zu lassen, wenn ein Verstoß gegen das Urheberrecht vorliegt. Darum sollten Sie darauf achten, auf Ihrer Website nur Inhalte zu veröffentlichen, die Sie selbst erstellt haben – oder natürlich, wenn Sie den Sie ein Veröffentlichungsrecht besitzen, indem Sie zB die Lizenz gekauft haben.

Empfehlung:  Unscheinbare Änderung von Google bestraft Millionen von Websites

Der Fall mit Übersetzungen

Übersetzungen fallen übrigens auch unter den Urheberrechtsschutz des Originaltexts. Wenn Sie zum Beispiel den Text einer englischen Website übersetzen und veröffentlichen wollen, ist das laut Gesetzt nur mit Einverständnis des Urhebers der englischen Seite erlaubt.

Tipp: In diesem Fall können Sie den englischen Text als Vorlage nehmen und daraus einen eigenen Inhalt erstellen. Sie dürfen sich also an einem fremden Text orientieren, Ihr Inhalt muss jedoch als Ihr eigenes Werk erkennbar sein.

Ein Wort zu Bildern in der Google-Suche

Über die Google-Suche finden Sie ganz einfach viele Bilder zu einem Thema. Allerdings ist es in den meisten Fällen nicht erlaubt, die gefunden Bilder ohne Weiteres auf Ihrer Website einzusetzen. Wir haben für Sie eine Liste von Bild-Anbietern erstellt, deren Bilder Sie jedoch ohne Lizenz auf Ihrer Website einbinden können – sogenannte lizenzfreie Bilder.

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